Warum die Finanzen in Frauenhände gehören

Es sind die Frauen, die in unserer Gesellschaft beim Thema Geld noch immer strukturell benachteiligt sind. Warum? Weil wir noch immer in unseren verstaubten Rollenbildern verharren – aber auch, weil der/diejenige, der/die die Care- und Haushaltsarbeit übernimmt, nicht adäquat dafür entlohnt wird.

Schon beim Einstieg ins Berufsleben geht es los: Junge Frauen sind in unserer Gesellschaft zwar gut ausgebildet – 27% von ihnen haben einen Abschluss von einer Universität, einer Fachschule oder auch einen Meisterbrief im Vergleich zu 25% der Männer. Trotzdem werden sie trotz aller Aufklärungsarbeit in der Vergangenheit noch immer schlechter bezahlt – Stichwort Gender Pay Gap. Ganze 20% weniger verdienten Frauen in Deutschland 2019 im Durchschnitt, so gab es das Statistische Bundesamt im März in einer Pressemitteilung bekannt. Verstärkt wird das Problem der ungleichen Bezahlung dadurch, dass Frauen sich häufiger für Berufe entscheiden, die ohnehin schlechter entlohnt werden, während in den Chefetagen unseres Landes trotz Frauenquote immer noch hauptsächlich Männer sitzen.

Zusätzlich leisten Frauen laut OECD im Schnitt Tag für Tag zwei Stunden mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt. Und spätestens, wenn sie sich entscheiden, Mutter zu werden, klafft die Lücke zu den Männern unwiederbringlich weit auf. Viele Frauen steigen für mehrere Jahre aus dem bezahlten Berufsleben aus, arbeiten anschließend in Teilzeit weiter und übernehmen im Gegenzug größtenteils die unbezahlte Care-Arbeit. Später folgt gegebenenfalls noch die Pflege Angehöriger – auch hier sind es wieder die Frauen, die meist die unbezahlte Arbeit übernehmen.

Was machen derweil die Männer? Karriere. Auch wenn inzwischen immer mehr Männer wenigstens zwei Monate Elternzeit nehmen, sind sie es doch, die in den meisten Fällen recht ungestört und unbeeindruckt von Ereignissen wie Geburt oder Pflegebedürftigkeit von Angehörigen ihre Karriere verfolgen. Verstärkt natürlich dadurch, dass in den meisten Fällen auch ihr Verdienst höher ist und es sich viele Familien gar nicht leisten können, dass der Mann anstelle der Frau zuhause bleibt oder in Teilzeit arbeitet.

Doch wer wenig arbeitet, zahlt auch wenig in die Rentenkasse ein. Und so folgt nach dem Berufsleben dann als logische Konsequenz der Gehaltslücke die Rentenlücke, auch bekannt als Gender Pension Gap. Frauen erhalten laut OECD-Angaben im Schnitt 46% weniger Rente als Männer – damit ist Deutschland trauriger Spitzenreiter im OECD-Vergleich. Nichts stellt dabei für Frauen eine größere Gefahr für Altersarmut dar, als die Entscheidung, Kinder zu bekommen. Und wenig überraschend stehen vor allem die alleinerziehenden Mütter ganz am Ende der Nahrungskette.

Nun können wir natürlich darauf warten, dass vielleicht eines Tages aus der Politik die richtigen Signale kommen. Wir können uns dafür einsetzen, dass das Patriarchat in seine Schranken gewiesen wird, die Männer ihre Privilegien erkennen und darauf verzichten. Dass eines Tages Frau und Mann sich tatsächlich gleichberechtigt gegenüberstehen, Care-Arbeit von beiden Parteien erledigt und auch entlohnt wird, mentale Last und Haushalt fair verteilt sind und die strukturelle Benachteiligung von Frauen in unserer Gesellschaft ein Ende hat.

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Doch seien wir realistisch, bis diese verstaubten Strukturen aufgebrochen sind, bleibt uns vor allem eines: Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Ja, das bedeutet noch mehr mentale Last auf den Schultern derer, die ohnehin schon die meiste mentale Last tragen. Aber hier lohnt es sich. Liebe Frauen, fangt an, euch selbst um die Finanzen zu kümmern!

Die Ungerechtigkeit beginnt im eigenen Wohnzimmer

Ich habe mich schon mit unzähligen Frauen zu diesem Thema ausgetauscht und die verrücktesten Geschichten gehört und gesehen. Frauen, denen von ihren Männern maximal ein kleines Taschengeld zugebilligt wurde. Die jede Ausgabe vor ihrem Partner rechtfertigen mussten. Mütter, denen von ihren Partnern gesagt wurde, sie hätten keinen Anspruch auf das vom Mann erwirtschaftete Geld, während die Frau Haushalt und Kinder ohne jegliche Unterstützung oder Bezahlung alleine managt. Das ist keine Beziehung auf Augenhöhe, das ist ökonomische Gewalt.


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